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VMware Fault Tolerance (FT) ist eine neue Funktion, die in vSphere 4.0 verfügbar ist. VMware FT basiert auf der vLockstep-Technologie und zielt darauf ab, Ausfallzeiten und Datenverluste auszuschließen und eine kontinuierliche Verfügbarkeit für Anwendungen bereitzustellen. FT bietet diese kontinuierliche Verfügbarkeit für Anwendungen, indem eine sekundäre Live-Schatteninstanz eines virtuellen Rechners erstellt wird, die virtuell synchron zur primären Instanz des virtuellen Rechners läuft.

Zudem baut VMware FT auf VMware High Availability (HA). Um FT zu ermöglichen, muss HA daher korrekt ausgeführt werden. VMware FT kann für einzelne virtuelle Rechner per Mausklick ein- oder ausgeschaltet werden. Da VMware FT bestehende VMware HA-Cluster mit einer maximalen Knotengröße von 16 Servern unterstützt, können damit zudem beliebig viele virtuelle Rechner im Cluster geschützt werden.

Wenn Sie ein VMware HA-Cluster eingerichtet haben und die unten aufgeführten Voraussetzungen und Anforderungen erfüllen, können Sie FT schließlich mit wenigen Mausklicks aktivieren.

Voraussetzungen für VMware vSphere FT

  • Damit VMware FT wie erwartet funktioniert, muss es in einer Umgebung ausgeführt werden, die bestimmte Anforderungen erfüllt.
  • Der primäre und der sekundäre fehlertolerante virtuelle Rechner müssen sich in einem VMware HA-Cluster befinden.
  • Der primäre und der sekundäre virtuelle Rechner dürfen nicht auf demselben Host ausgeführt werden. FT platziert den sekundären virtuellen Rechner automatisch auf einem anderen Host.
  • Dateien von virtuellen Rechnern müssen auf gemeinsam genutztem Speicher abgelegt werden.
  • Zu Lösungen für gemeinsam genutzten Speicher gehören NFS, FC und iSCSI.
  • Bei virtuellen Festplatten auf VMFS-3 müssen die virtuellen Festplatten im Thick-Format vorliegen, das heißt, dass sie umfassend zugeordnet sein müssen.
  • Durch das automatische Einschalten von VMware FT wird der virtuelle Rechner in Thick-Eager-Zeroed-Festplatten konvertiert.
  • Virtuelles Raw Disk Mapping (RDM) wird unterstützt. Physisches RDM wird nicht unterstützt.
  • Mehrere Gigabit-NICs (Network Interface Cards) sind erforderlich.
  • Mindestens zwei VMKernel-Gigabit-NICs müssen für VMware FT-Protokollierung und vMotion dediziert sein.
  • Die FT-Protokollierungsschnittstelle wird für die Protokollierung von Ereignissen vom primären virtuellen Rechner auf die sekundären virtuellen FT-Rechner verwendet.
  • Für eine optimale Leistung verwenden Sie 10-Gbit-NIC anstelle von 1-Gbit-NIC, und aktivieren Sie die Nutzung von Jumbo-Frames.
  • VMware FT erfordert, dass die Hardwarevirtualisierung (HV) im BIOS aktiviert ist. Die Vorgehensweise bei der Aktivierung von HV variiert je nach BIOS. Wenden Sie sich an Ihren Anbieter, um ausführliche Informationen zu erhalten.

 Anforderungen für VMware vSphere FT

  • Bevor FT eingerichtet werden kann, müssen einige Anforderungen erfüllt sein:
  • CPUs: Prozessoren, bei denen Einschränkungen bestehen, müssen zur gleichen Produktfamilie gehören (keine Kombination).
  • Intel-Prozessoren der Serie 31xx, 33xx, 52xx, 54xx, 55xx, 74xx oder AMD-Prozessoren der Serie 13xx,23xx, 83xx erforderlich.
  • Virtuelle SMP-Rechner werden nicht unterstützt.
  • Hardwarevirtualisierung muss im BIOS aktiviert sein.
  • Hosts müssen sich in einem VMware HA-fähigen Cluster befinden.
  • Speicher: gemeinsam genutzter Speicher (FC, iSCSI oder NAS).
  • Netzwerk: mindestens drei NICs für verschiedene Arten des Datenverkehrs (ESX Management/VMotion, Datenverkehr virtueller Rechner, FT-Protokollierung).
  • GigE für vMotion und FT-Protokollierung erforderlich.
  • Minimum an einzelnen Fehlerquellen in der Umgebung, z.B. NIC-Teaming, mehrere Netzwerk-Switches, Speicher-Multipathing.
  • Auf dem primären und dem sekundären Host muss derselbe ESX-Build ausgeführt werden.

Gastbetriebssysteme

Die folgende Tabelle zeigt die Unterstützung verschiedener Gastbetriebssysteme für VMware FT. Spezielle Versionsinformationen zu Gastbetriebssystemen finden Sie im Handbuch „Guest Operating System Installation Guide“ unter http://www.vmware.com/pdf/GuestOS_guide.pdf.

In der Tabelle werden folgende Werte verwendet:

  • Ja – Virtueller Rechner kann FT-fähig gemacht werden, während er eingeschaltet ist.
  • Ja/Aus – Virtueller Rechner muss vor der Aktivierung von FT ausgeschaltet werden.
  • Nein – Nicht von VMware FT unterstützt.

Gastbetriebssystem

Fault Tolerance-Unterstützung mit Intel Xeon auf Basis der 45-nm-Core-2-Mikroarchitektur

Fault Tolerance-Unterstützung mit Intel Xeon auf Basis der Core-i7-Mikroarchitektur

Fault Tolerance-Unterstützung mit AMD-Opteron der 3. Generation

Windows Server 2008

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus

Windows Vista

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus

Windows Server
2003 (64-Bit)

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus

Windows Server
2003 (32-Bit)

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus (Service Pack 2 oder höher erforderlich)

Windows XP (64-Bit)

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus

Windows XP (32-Bit)

Ja

Ja/Aus

Nein

Windows 2000

Ja/Aus

Ja/Aus

Nein

Windows NT 4.0

Ja/Aus

Ja/Aus

Nein

Linux (alle ESX-unterstützten Versionen)

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus

Netware Server

Ja/Aus

Ja/Aus

Ja/Aus

Solaris 10 (64-Bit)

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus (Solaris U1 erforderlich)

Solaris 10 (32-Bit)

Ja

Ja/Aus

Nein

FreeBSD (alle ESX-unterstützten Versionen)

Ja

Ja/Aus

Ja/Aus

http://kb.vmware.com/selfservice/microsites/search.do?language=en_US&cmd=displayKC&externalId=1008027