Autor: Frank Schiewe *

Viele Unternehmen, Schulen und Universitäten haben lange nach einer Möglichkeit gesucht, mit der sie ihren Anwendern Linux-Clients bereitstellen können. Eine Lösung dafür bietet die Desktop-Virtualisierungs­option von Dell für Linux, die die Connection-Broker-Software von Dell Wyse vWorkspace nutzt. Die Software lässt sich flexibel einsetzen, einfach verwalten und erfüllt damit die wichtigsten Anforderungen von Unternehmen.

Zwei weitere Gründe sprechen für diese Lösung: Erstens spart die IT-Abteilung damit Kosten, indem sie die virtualisierten Linux-Clients auf Basis der Open-Source-Software FreeRDS zur Verfügung stellen. Zweitens ist vWorkspace eine der wenigen Lösungen zur Bereitstellung virtualisierter Clients, die bestimmte Distributionsversionen von CentOS, Red Hat Enterprise Linux und auch Ubuntu unterstützt.

In einer virtualisierten Client-Umgebung erhält jeder Arbeitsplatz eine unabhängige Instanz des zentral vorhandenen Linux-Betriebssystems und Zugriff auf die benötigten Applikationen. Schnell startklar sind Unternehmen mit der Funktion „Instant Provisioning“. Damit lässt sich ein Linux-System auf einem Client in maximal 30 Sekunden bereitstellen. Die notwendige Technik dafür liefert die HyperCache-Technologie. Sie reserviert einen virtualisierten Teil des Server-RAMs für Read-Only-Aufgaben und beschleunigt so den Zugriff. Außerdem verteilt HyperCache die Daten schneller als eine festplattenbasierte Netzwerkspeicher-Infrastruktur. Der Vorteil für Unternehmen: Sie können kostengünstigen DAS-Speicher und sogar lokale Festplatten anstatt vergleichsweise teurer SAN-Speicher verwenden; auch dieser Aspekt macht sich positiv im IT-Budget bemerkbar.

Virtualisierte Linux-Clients lassen sich in vielfältigen Anwendungsszenarien einsetzen. Ein Unternehmen aus der Energiewirtschaft etwa hat über ein Remote-Protokoll Linux-Clients für rechenintensive Entwicklungs- und Planungsaufgaben im Einsatz. Die Anwender nutzen Linux-Applikationen, die große Datenmengen verarbeiten und 3D-Modelle auf Basis der Ergebnisse geologischer Bohrungen erstellen. Auch bei Banken und Versicherungen ist Linux auf den Clients verbreitet und kommt beispielsweise für komplexe Finanzanalysen zum Einsatz, bei denen umfangreiche Berechnungen und grafische Darstellungen der Ergebnisse gefragt sind. Das gleiche gilt für Forschungseinrichtungen.

Neben Unternehmen interessieren sich auch Schulen und Universitäten verstärkt für virtualisierte Linux-Clients, um Programmierkurse im Open-Source-Umfeld anzubieten. Studenten, die mit einem Android Development Kit kodieren, können in einer passenden Umgebung auf einem Linux-Client arbeiten. Auch wenn es um C- oder C++-Kurse geht, ist eine Linux-Maschine die bevorzugte Umgebung. Über eine zentral aus dem Rechenzentrum bereitgestellte, virtualisierte Client-Infrastruktur ist es zudem sehr effizient möglich, eine Vielzahl von Endgeräten zu versorgen oder auch unterschiedliche Clients mit verschiedenen Linux-Distributionen wie CentOS, Red Hat Enterprise Linux oder Ubuntu auszustatten. Damit können die IT-Administratoren die Computerlabore und die universitäre IT-Infrastruktur optimal ausnutzen. Analog dazu gilt das natürlich auch für Unternehmen, die gemischte Windows- und Linux-Umgebungen an den Client-Arbeitsplätzen bereitstellen wollen. Mit Dell Wyse vWorkspace ist auch dieses problemlos möglich. In reinen Linux-Umgebungen ergibt sich ein weiterer Vorteil: Bei der Bereitstellung von CentOS, Red Hat Enterprise Linux oder Ubuntu fallen keine Kosten für Remote Desktop Services Client Access Licenses oder VDA Licenses an. 

 

* Frank Schiewe ist Sales Engineer Cloud Client-Computing bei Dell