Hallo und willkommen zum dritten Teil meiner OMSA Serie. Heute möchte ich euch die Warnungsverwaltung vorstellen und im zweiten Teil tauchen wir dann in das BIOS ein. Denn auch BIOS-Settings können bequem über OMSA eingestellt werden.

Doch zuvor noch zwei sehr interessante Punkte im Menü, "Herunterfahren" und "Protokolle".

Dank OMSA ist es nicht erforderlich, zum Herunterfahren oder Neustarten des Servers, physisch am System zu sein.
Unter dem Punkt Herunterfahren kann direkt gewählt werden, wie das System heruntergefahren werden soll. Wir unterscheiden hier zwischen System neu starten, System ausschalten und System aus- und einschalten.
Zusätzlich finden wir hier die Möglichkeit zu bestimmen, ob das Betriebssystem zuerst heruntergefahren werden soll, bevor der Server abschaltet oder neu startet.


Abb. 1: System per Remote-Zugriff herunterfahren


Im Bereich Protokolle finden wir die System-Protokolle. Sind in der letzten Zeit Probleme aufgetreten können wir diese hier direkt einsehen.


Abb. 2: Hardware-Protokoll

Zudem ist es uns möglich das Protokoll, zur späteren Verwendung, zu speichern.


Abb. 3: Hardware-Protokoll speichern


Kommen wir jetzt zu den eigentlichen Themen, mit denen ich euch OMSA wieder ein Stück näher bringen möchte.

Warnungsverwaltung und Remote-Zugriffe

Die Warnungsverwaltung bietet dem Benutzer viele Möglichkeiten, um automatisch auf gewisse Probleme oder Meldungen zu reagieren.
So ist es zum Beispiel möglich, dass der Server automatisch ausschaltet, wenn das System geöffnet wird. Oder dass ein automatischer Neustart erfolgt, wenn die Temperatursonden Fehler melden.


Abb. 4: Warnungsverwaltung

Um dem entsprechenden Event eine Maßnahme zuzuordnen muss einfach auf das entsprechende Event geklickt werden und man gelangt in die Optionen.


Abb. 5: Maßnahmen verwalten

Betrachten wir das oben genannte Beispiel einmal genauer. Wir möchten, dass beim Öffnen des Systems der Server heruntergefahren wird.

In OMSA klicken wir auf "Warnungsverwaltung" und suchen in der Liste der möglichen Ereignisse nach dem Eintrag "Gehäuseeingriff festgestellt". Jetzt setzen wir den Punkt bei "System ausschalten", stellen sicher, dass der Haken bei Warnung erstellen gesetzt ist und klicken auf Anwenden - fertig.
Sollte nun das System geöffnet werden, wird der Server von OMSA ausgeschaltet.


Eingangs habe ich bereits erwähnt, dass mit Hilfe von OMSA bequem auf die BIOS Einstellungen zugegriffen werden kann. Schauen wir uns diese Option einmal genauer an.


Abb. 6: Menü

Um das BIOS-Setup aufzurufen klicken wir in der linken Navigationsleiste auf Hauptsystemgehäuse und anschließend auf BIOS.
Im ersten Bildschirm erhalten wir grundlegende Informationen über den Hersteller des BIOS, die installierte Version und das Freigabedatum.
Um nun das eigentlich Setup aufzurufen, klicken wir in der oberen Menüzeile auf den Punkt Setup.

Durch Klicken auf den aktuellen Wert hinter den Optionen gelangen wir in die entsprechende Options-Seite, auf der wir die Änderungen der Werte direkt vornehmen können.

Abb. 7: BIOS Einstellungen im OMSA

Schauen wir uns ein Beispiel an. Ich möchte die Bootreihenfolge auf meinem Server ändern. Ich klicke im Menü auf Hauptsystemgehäuse und anschließend auf BIOS. Im rechten Fenster klicke ich jetzt oben auf Setup und dann hinter "Boot Sequence" auf Hard Drive C:. Daraufhin gelange ich in folgendes Fenster:

Abb. 8: Boot-Reihenfolge ändern

Hier habe ich nun die Möglichkeit Geräte zu bestimmen, die beim Booten berücksichtigt werden sollen. Dazu setze oder entferne ich den Haken beim entsprechende Gerät in der Spalte "Aktiviert".
Sind mehrere Geräte aktiv, sollte ich die Reihenfolge, hier Abfolge genannt, festlegen. Dazu markiere ich ein Gerät, indem ich es anklicke und durch klicken auf das "+" oder "-" Zeichen lege ich nun die Reihenfolge fest.
Zum Speichern der Einstellung klicke ich nun noch auf Anwenden - Fertig.

So können die verschiedensten Optionen per OMSA bearbeitet werden. Das ist ein enormer Vorteil, ich muss nicht am Gerät sein, um diese Einstellungen zu ändern.

Im kommenden Teil schauen wir uns dann die Möglichkeit an, Logs über OMSA zu ziehen. Bis zum nächten Mal.

 

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