Der original Blog wurder erstellt von Wolfgang Sommergut von WindowsPro.

Windows 8 ist ein Zwitterwesen mit 2 verschiedenen grafischen Oberflächen und jeweils eigenen Programmiermodellen. Auf diese Weise soll es sich nicht nur für den herkömmlichen Desktop, sondern auch für Geräte mit Touch-Bedienung eignen. Auch wenn Windows Server nicht allzu häufig auf Tablets laufen dürfte, übernimmt Microsoft auch dort diese Zweiteilung. Der Administrator ist daher am Anfang damit beschäftigt, nach den ihm vertrauten Verwaltungs-Tools zu suchen.

Die auffälligste und am meisten gewöhnungsbedürftige Änderung bei der Umstellung auf Windows 8 besteht im Wegfall des Startmenüs. Das betrifft auch den Windows Server, so dass man sich hier ebenfalls neu orientieren muss, um die Aufgaben der Systemverwaltung wahrnehmen zu können.

Startbildschirm statt Startmenü auch am Server

Wie am Client übernimmt der neue Startbildschirm die Funktion des bisherigen Startmenüs. Der Wechsel zum Startbildschirm erfolgt wie am Client mit Hilfe der Windows-Taste, allerdings nur an der Server-Konsole. Greift man über Remotedesktop auf Windows Server 2012 zu, dann muss man die Kombination Alt + Pos1 verwenden, weil die Windows-Taste sich immer auf das lokale System auswirkt.

Der Startbildschirm von Windows Server 8 enthält keine Metro-Apps, dafür aber die wichtigsten Admin-Tools.

Ein alternativer Weg zum Startbildschirm besteht darin, dass man mit der Maus in die linke untere Ecke des Desktops fährt. Dort erscheint dann ein Thumbnail des Startbildschirms, auf den man klicken kann, um dorthin zu wechseln. Am Server finden sich dort per Voreinstellung jedoch keine Metro-Apps, sondern es handelt sich dabei tatsächlich um eine Vollbild-Navigationshilfe für Desktop-Anwendungen, darunter alle wesentlichen Admin-Tools.

Aufruf von Tools über die Suchfunktion

Sollte ein Programm am Startbildschirm nicht präsent sein, dann kann man es über die Suchfunktion ausfindig machen, indem man den Begriff direkt eintippt - das Öffnen eines Suchfeldes oder dergleichen ist nicht notwendig. Auf diesem Weg kann man die benötigten Tools wie gewohnt über die Dateinamen direkt aufrufen.

Ein alternativer Weg zu Startbildschirm, Suchfunktion und Systemsteuerung führt über eine seitliche Desktop-Leiste ("Charm"), die man öffnet, indem man mit der Maus in die rechte obere Ecke fährt. Von hier aus lässt sich der Rechner auch herunterfahren.

Öffnen des rudimentären Startmenüs

Wer eine Variante bevorzugt, die dem bisherigen Arbeiten am nächsten kommt, klickt mit der rechten Maustaste in die linke untere Ecke des Desktops. Dies öffnet ein rudimentäres Startmenü, in dem sich Verknüpfungen zu den meisten Administrations-Tools, zur Systemsteuerung und zur Eingabeaufforderung befinden. Außerdem lassen sich von dort die Eingabefelder für die Suche und die Ausführen-Funktion öffnen.

Windows Server 8 bietet ein rudimentäres Startmenü, über das sich die meisten Admin-Tools aufrufen lassen.

Server Manager als Schaltzentrale

Eine weitere Option, die nicht über den Startbildschirm führt, bietet der neu gestaltete und aufgewertete Server Manager, der sich standardmäßig nach Anmelden am Server öffnet. Zum einen lassen sich von dort wesentliche Konfigurationsaufgaben direkt erledigen, zum anderen bietet er über den Menüpunkt Tools einen Zugang zu den wichtigsten Administrationswerkzeugen.