Konvergenz in der IT - Einleitung

Ein Thema ist in aller Munde: Konvergenz innerhalb der IT. Was aber Konvergenz bedeutet, ist hierbei nicht klar definiert. Die einen verstehen darunter die Zusammenführung von Protokollen – wie zum Beispiel Fibre Channel und TCP/IP über ein Medium (Ethernet), die anderen definieren es allgemeiner und sehen hier den Zusammenschluss der IT Disziplinen wie Netzwerk, Storage und Server. Wikipedia definiert konvergenz übrigens so:

http://de.wiktionary.org/wiki/Konvergenz

Für die IT bedeutet dies nicht mehr und nicht weniger, dass sich die klassischen Bereiche der IT Administration annähren, sowohl in Funktion als auch in Verwaltung. Das Ziel hierbei ist immer, eine einfachere Administration und eine standardisierte Architektur. Wie aber realisiert man das, ohne dabei auf die Vielfalt der Möglichkeiten zu verzichten?

Eins vorweg – für mich bedeutet Konvergenz die Besinnung auf das Wesentliche. Nicht jede Schraube und jede Farbe wird per Hand ausgewählt, sondern es wird bewußt auf ein Teil der Möglichkeiten verzichtet und auf wenige Basiskomponenten zurück gegriffen. 

In den nachfolgenden Abschnitten möchte ich den von Dell vertretenen Ansatz näher beleuchten - sowohl von der technischen Seite, als auch von der Seite der Anwendungsmöglichkeiten. Bei Dell wird das Porfolio unter dem Namen "Active Infrastructure" geführt.

Active Infrastructure - Inhalt und Definition

Eine aktive Infrastruktur im Sinne einer konvergenten IT bedeutet eine Vereinheitlichung und Zentralisierung von Bausteinen, die zu einer IT Infrastruktur gehören.

Der Name und die Definition machen den Zweck und die Zielrichtung der Dell Active Infrastructure weitgehend klar:

  1. Der Fokus liegt auf der IT Infrastruktur im allgemeinen und nicht lediglich auf dem Netzwerk.
  2. Es beinhaltet die wesentlichen Komponenten, wie Server, Storage, Ethernet Netzwerk, Fibre Channel Netzwerk, konvergiertes Netzwerk und Software zur Verwaltung dieser Einheiten
  3. Das Ziel ist eine Erhöhung der Effizienz im Betrieb und im Setup, was durch eine standardisierung auf wenige, leicht zu administrierende Komponenten erreicht wird.

Der Frage nach dem "Warum" einer solchen Lösung wird in den folgenden Kapiteln nachgegangen, ebenso den einzelnen technischen Bausteinen.

Warum Active Infrastructure

Die Gruppierung immer mehr Elemente der IT dient keinem Selbstzweck, sondern ist der Anforderung geschuldet, immer komplexere Strukturen mit tendenziell weniger Menschen zu realisieren. Mehr und mehr know-how und Erfahrung der Mitarbeiter sollen dabei in die Beratung der Endanwender, die Realisierung von Innovationen und die Optimierung der Betriebslandschaft fließen. Da sind Themen wie Storage und Server Deployment, Virtualisierung und Netzwerk oftmals sehr zeitintensiv und beste Kandidaten für eine Vereinfachung.

Dies ist exakt der Ansatz, der mit Active Infrastructure verfolgt wird. Im Wesentlichen vereinfacht solch ein System die folgenden Punkte:

  1. Begrenzte Anzahl von Komponenten halten die Architektur übersichtlich
  2. Weniger verschiedene Treiber und damit stabilere Umgebungen
  3. Weniger Firmware und Abhängigkeiten führen zu einer reduzierten Kompatibilitätsmatrix
  4. Bereits ab Werk aufeinander abgestimmte und getestete Komponenten
  5. Integrative Software, die die Verwaltung aller Komponenten ermöglicht
  6. Zentralisiertes Patch- und Regelmanagement

Was hier wie ein Pflichtheft aussieht ist in Wirklichkeit natürlich eine Transformation hin zu einer solchen Lösung. Idealerweise wird dies unter Verwendung bestehender Infrastruktur erreicht. Wie ein Wachstum in eine solche Umgebung mit Basisbausteinen realisiert werden kann, wird im folgenden Beschrieben.

Basiskomponenten einer Active Infrastructure

Die meisten Zutaten für eine konvergente Lösung sind bei Dell nicht neu – im Gegensatz zu manchen anderen Lösungen werden Bausteine verwendet, die bereits verfügbar waren und sind. Dies sichert dem Kunden einen Schutz seiner bisherigen Investitionen. Weiterhin erlaubt dieser Ansatz, das langsame Wachsen – oder konvergieren – in eine solche Infrastruktur, indem gemäß von Whitepapern und Best Practice Dokumenten zunächst ein Teil der gesamten Lösung realisiert werden kann. Das ist unter Umständen auch ideal für Budgets, die eher auf kontinuierliche Investitionen ausgelegt sind. Die zum derzeitigen Stand eingesetzten Komponenten gliedern sich in die Bereiche Gehäuse, Server, Storage, Netzwerk und Software. Bei Dell gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, eine solche Lösung zu entwerfen, hier gehen wir generisch auf die Bausteine ein. Zu einem späteren Zeitpunkt beleuchten wir die Produkte (Active System 800 http://dell.to/Wb8JvZ()  und den Rest der stetig wachsenden Familie.

Gehäuse:

Bei Dell kommt das M1000e Blade Chassis Gehäuse oder Dell Standard Server zum Einsatz für eine konvergente Lösung. Dies bietet den Vorteil, dass bereits durch diese Technologie eine hohe Integration gegeben ist.

Server

Durch die Gehäuseform vorgegeben, sind die zu verwendeten Server entweder Blades oder Rack Server. Hier werden je nach Typ unterschiedliche Modelle verwendet, zum Beispiel die M620 Blades oder der R620 Server.

Storage:

Je nach Ausprägung der Lösung kommen interne Storage Blades von Equallogic oder Compellent zum Einsatz, ebenso können externe Systeme dieser beider Typen verwendet werden.

Netzwerk:

Die externe Anbindung an das Kundennetz ist, dank der offenen Architektur von den Systemen, an alle namhaften Hersteller im Bereich Ethernet und FibreChannel möglich. Intern kommen Komponenten von Dell Force10 und Dell PowerConnect zum Einsatz. Diese ermöglichen verschiedene Ausprägungen bis hin zu 40 Gbit Ethernet Uplinks oder auch Fibre Channel over converged Ethernet.

Im folgenden werde ich das Systeme Active System 800 und weitere Mitglieder der Familie vorstellen.

Active System 800

Das Active System 800 wurde erstmalig in den USA im November 2012 vorgestellt. In der initialen Ausführung verfügte es über die folgenden Komponenten:

Die Anbindung an das bestehende Netzwerk kann über vorhandene Switche erfolgen. Hierzu werden die Ausgänge des PowerEdge M IO Aggretators mit dem Switch verbunden – zum Beispiel einem Dell Force 10 S4810 Switch. ( http://dell.to/SZeyPV )

Das folgende Dokument (auf englisch), beschreibt Lösungsmöglichkeiten und Szenarien, wie ein Active System 800 in ein Rechenzentrum integriert werden kann.

http://en.community.dell.com/techcenter/extras/m/white_papers/20240678/download.aspx

Mittlerweile ist das Active System 800 mit der aktuellen Version des Active System Managers (ASM V7) verfügbar.

Referenzarchitekturen

Wie weiter oben schon erwähnt, lässt sich ein Active System sowohl als komplette Lösung erwerben, als auch Stück für Stück. Um den Einsatz eines solchen Systems zu optimieren, hat Dell im Rahmen der Dell World 2012 Referenzarchitekturen für folgende Lösungen vorgestellt.

http://www.crn.com/news/storage/240144390/dell-world-new-converged-infrastructure-cloud-tech-integrations.htm

Diese Referenzarchitekturen ermöglichen es, ein vollständiges System zu erstellen, was exakt den Anforderungen an die Workload entspricht. 

Tools

Ein Interessantes Tool zum Studium möglicher Szenarien ist von Dell auf der folgenden Website verfügbar.

http://www.dellconfigurationtool.com/Main/Home/Home.aspx

Das Tool ist derzeit nur in englischer Sprache verfügbar, dafür erlaubt es die Variation von verschiedenen Parametern und schlägt dann eine komplette Infrastruktur einer konvergenten Lösung vor. Die Seite ist gleichzeitig ein Portal, um weitere Informationen über Konvergenz zu erhalten – von Whitepapern über den Standpunkt von Dell zu diesem Thema bis hin zu Case Studies.


Active System Familie

Neben der seit 2012 verfügbaren AS 800 sind mittlerweile weitere 3 Systeme verfügbar.

  • AS 50: Rackserver basiert, iSCSI Storage. Kleines Rack.
  • AS 200: Wie AS 50, jedoch mit großem Rack
  • AS 1000: Blade basiert mit Compellent FC Storage

Diese Systeme ersetzen die vorherigen vStart Systeme und sind mit der neuesten Software ASM 7.1 erhältlich. 

Diese Artikel sind Hilfestellungen und werden
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