Inhalt:


1. Verwendung der Terminal Shell, um Befehle und deren Funktion heraus zu finden

2. Welche Ubuntu Linux Terminal Befehle stellen diese Informationen bereit?

3. Anleitung zur Bedienung der Terminal Shell

4. Nützliche Befehle

5. Nützliche Regeln - Das sollten Sie sich merken.


1. Verwendung der Terminal Shell, um Befehle und deren Funktion heraus zu finden

Einfach gesagt, die Befehlszeile kann alles. Sie kombiniert eine Vielzahl von Tools. Mühsame Aufgabe in einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI) können damit innerhalb weniger Sekunden erledigt werden. Zum Beispiel das Entfernen der letzten vier Einträge in jeder Zeile einer großen Datei, wäre ein langwieriger Prozess in einer GUI-Anwendung. Mit der Befehlszeile kann dies automatisiert werden, was dann nur noch wenige Sekunden dauert.

Es gibt eine große Anzahl Befehle im Ubuntu Linux Terminal, der folgende Artikel zeigt die meisten dieser Befehle:

A guide to Ubuntu Linux Terminal commands for your Dell PC.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dem integrierten Terminal umgehen müssen und was die einzelnen Befehle leisten. Zur Verdeutlichung haben wir einige Beispiele für Sie vorbereitet.

2. Welche Ubuntu Linux Terminal Befehle stellen diese Informationen bereit?

Damit wir die verschiedenen Terminal Befehle nutzen können, benötigen wir drei wichtige Befehle. Diese lauten:

  1. Der "man" Befehl

    Der man-Befehl zeigt das Handbuch für einen beliebigen Befehl im Terminal an.

    Die meisten Befehle besitzen zusätzliche Argumente, um weitere Optionen des Befehls zu nutzen. Mit Hilfe des man-Befehls (kurz für manual -> Handbuch) können alle Argumente des entsprechenden Befehls angezeigt werden.

    Beispiel: Nach Eingabe des Befehls "man who" wird die folgende Ausgabe angezeigt:


    Abb. 1: Der Befehl " man who "

    Viele der Handbücher sind mehrere Bildschirmseiten lang. Sie müssen dann mit Hilfe der Pfeil- oder der <Bild-nach-oben> und <Bild-nach-unten> Tasten, durch die Seiten navigieren.
    Die <Leertaste> zeigt die nächsten Zeile des Textes an.
    Durch Drücken der <Q>-Taste beenden Sie das handbuch und kehren zur Shell zurück.

    Wir sehen, dass wir den "-a" Befehl nutzen können, um weitere Informationen zur Benutzersitzung zu erhalten.


    Abb. 2: Der Befehl "who" mit der Option "-a"

    Neben dem Lesen von Hilfedateien für Programme kann der "man"-Befehl auch Informationen über Shells, Funktionen und Bibliotheken liefern.

  2. Der "help" Befehl

    Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie ein bestimmter Befehl verwendet werden muss, führen Sie den Befehl mit dem Zusatz "-h" oder "-help" aus.
    Sie sehen dann eine Liste mit Optionen, welche mit dem Befehl verwendet werden können.

    Beispiel: Wenn Sie wissen möchten, wie Sie mit dem "wget" Befehl umgehen müssen, geben Sie eines der folgenden Kommandos ein:

    wget -help

    oder

    wget -h.

    Sie erhalten folgende Ausgabe:


    Abb. 3: "wget -help" (auch per: "wget -h" zu erreichen)

    Diese Option zeigt meistens eine lange Liste von Optionen an, durch die nicht einfach navigiert werden kann. In diesem Fall hilft es, wenn Sie die Ausgabe kürzen, so dass Sie mit den <Pfeiltasten> durchblättern können.
    Dafür nutzen Sie dann die Option "less" in Verbindung mit dem "wget"-Befehl.

    Beispiel: wget -help | less


    Abb. 4: wget -help | less

    Drücken Sie <Q>, um die "less" Ansicht zu schließen.

    Wenn Sie eine bestimmte Option benötigen, können Sie die Ausgabe über den "grep-Befehl eingrenzen.
    Beispiel: Verwenden Sie den folgenden Befehl für die Suche nach Optionen, die das Wort "proxy" beinhalten:

    wget -help | grep proxy


    Abb. 5: wget -help | grep proxy

  3. Der "info" Befehl

    Einige der Befehle sind im "info"-System dokumentiert. (Die Informationen hier ergänzen, was der Befehl "man" bewirkt.)

    Beispiel: Nach Eingabe des "info ls" Befehls wird die folgende Ausgabe angezeigt.



    Sie sehen jetzt weitere, wichtige Informationen zum "ls"-Befehl.


    Abb. 6: Informationen zum Befehl "ls"

    Sie können durch Drücken der Leertaste oder über die Pfeiltasten durch die Seiten scrollen.

    1. Für Hilfe drücken Sie <H>.
    2. Zum Beenden drücken Sie <Q>.
    3. Für die Suche nach einem Menüpunkt drücken Sie <M>.

3. Anleitung zur Bedienung der Terminal Shell

Sie können im Terminal so gut wie alle Aktionen ausführen, die Sie auch über die GUI (Grafische Benutzer-Oberfläche) ausführen.

Die meisten Befehle wurden ursprünglich für das Terminal entwickelt und erst nachträglich an die GUI angepasst, deshalb wirken manche GUIs unfertig.


Der Standardort für das Terminal, wenn Sie es aus dem Menü öffnen, ist Ihr privater Ordner, bekannt als "~".

Sie finden Ihr aktuelles Verzeichnis mit dem "."-Operator.
Wenn Befehle sich auf das aktuelle Verzeichnis auswirken, nutzen diese den "."-Operator.

Befehle, Verzeichnisse und Dateien sind case sensitive (es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden), "/home" ist nicht dasselbe wie "/HOME" oder "/Home".

Verwenden Sie die <Tabulator>-Taste, um Dateinamen zu vervollständigen. (Beispiel: Wenn Sie eine Datei mit einem langen Namen haben Treiber-128947232jaseu.sh, geben Sie einfach Tre ein und der Rest wird automatisch ausgefüllt. Sofern nicht 2 Dateien mit dem gleichen Namen beginnen "Tre" beginnen, wenn doch, ergänzen Sie um ein weiteres Zeichen "Trei" und versuchen Sie es erneut. Vergewissern Sie sich, dass das Automatische dem entspricht, was Sie sehen möchten.)


Zu fast jedem Kommando können Sie mit dem " man "-, " -h "- oder " -help "-Befehl weitere Informationen abrufen. Die Syntax sieht dann wie folgt aus:

man command_name
command_name -h
command_name --help


Noch mehr Informationen erhalten Sie mit "info". Wenn Sie nach einem Kommando suchen, können Sie mit folgender Syntax suchen: "info command_name".
Für Kommandos aus dem coreutils Paket können Sie nach "info coreutils command_name" suchen, wobei Sie command_name durch den entsprechenden Befehl ersetzen.


Fast jeder Befehl kann Ihnen Schritt für Schritt zeigen was er macht. Dies erfolgt gewöhnlich über das Attribut " -v " oder " --verbose ".

Es können mehrere Argumente an einen Befehl angehängt werden, um noch mehr Informationen auf einmal zu erhalten. Schauen Sie sich dazu unser "ls -al" Beispiel weiter unten an.

Befehls-Namen sind nicht immer offensichtlich - aus Platzgründen, in vergangenen Unix Zeiten, wurden diese gekürzt.

4. Nützliche Befehle

" cd " wird verwendet, um durch die Verzeichnisse zu navigieren. Sie können dadurch zu einem beliebigen Speicherort wechseln.

  1. " cd " - bringt Sie in das Ausgangsverzeichnis zurück, identisch mit " -cd ~ "
  2. " cd.. " - Wechselt in das übergeordnete Verzeichnis.
    Beispiel: Sie befinden sich im Verzeichnis "/home/user/desktop". Durch die Eingabe von " cd .. " wechseln Sie in das Verzeichnis "/home/user".
    Dies kann durch " cd ../ ../ " erweitert werden und bringt Sie 2 Verzeichnisse ("/home") zurück.
  3. "cd foldername/" - Wechsel in den unter foldername angegebenen Ordner.

    !
    Das fehlende Präfix " / " ist wichtig. Wenn Sie sich in " /home/Benutzer " befinden und in das Verzeichnis " Desktop " wollen, müssen Sie " cd Desktop/" ohne vorangestelltes " / " eingeben. Die Eingabe von " /Desktop/ " würde im Root-Verzeichnis in den Ordner Desktop wechseln, was so nicht gewünscht ist.
  4. " cd /ein/anderer/Pfad " - Bringt Sie in das angegebene Verzeichnis, vorrausgesetzt dieses existiert.
    Denken Sie daran, dass Sie mit der <Tabulator>-Taste die Einträge automatisch vervollständigen lassen können.


" ls " dient der Auflistung des Ordnerinhalts. Sie können sich damit alle Datei- und Ordnereigenschaften anzeigen lassen.

  1. " ls " - Listet alle Dateien im aktuellen Verzeichnis auf.
  2. " ls -l " - Listet alle Dateien inklusive Eigentümer, Berechtigungen, Größe und Änderungsdatum auf.
  3. " ls -a " - Zeigt zusätzlich die versteckten Dateien und Ordner an.
  4. " ls -al " - Kombiniert die zwei Optionen " -a " und " -l " zum Anzeigen der versteckten Dateien und Ordner im langen Format (Besitzer, Berechtigungen, etc).
  5. " ls -h " - Zeigt die Dateigrößen in einem lesbaren Format (KB, MB, GB), anstatt von Bytes, an. Wird in den meisten Fällen in Verbindung mit " -l " verwendet.
  6. " ls ../ " - Sie können sich Dateien aus Verzeichnissen anzeigen lassen, in denen Sie sich nicht aktuell befinden.
    Beispiel: Sie befinden sich in " /home/user/Desktop " und möchten eine Datei anzeigen in " /home/user ", können Sie durch die Eingabe von " ls ../ " alle Dateien des übergeordneten Verzeichnisses anzeigen lassen.


" cp " dient dem Kopieren von Dateien.

  1. " cp Datei /Pfad/zum/Ordner " - Kopiert die angegebene Datei in den angegebenen Ordner.
  2. " cp -r Ordner /Pfad/zum/Ordner " - Kopiert den Inhalt des Ordners wiederholt in den angegebenen Ordner.
  3. " cp *.Erweiterung /Pfad/zum/Ordner " - Kopiert alle Dateien mit der angegebenen Erweiterung in den neuen Ordner.
    Beispiel: Um alle .doc-Dateien zu kopieren geben Sie " cp *.doc /Pfad/zum/Ordner " ein. Der Ziel-Ordner muss vorhanden sein!
  4. " cp Name* /Pfad/zum/Ordner " - Kopiert alle Dateien, die mit "Name" beginnen in den angegebenen Ordner.
    Beispiel: Um alle Dateien die mit "Beispiel" beginnen zu kopieren, geben Sie " cp Beispiel* /Pfad/zum/Ordner " ein. Der Ziel-Ordner muss bereits vorhanden sein!


" mv " dient dem Verschieben von Dateien.

  1. Die Syntax bei dem befehl " mv " ist ähnlich wie im Beispiel oben bei " cp ", außer Punkt ii. Der Befehl " mv " besitzt kein Attribut " -r ", da beim Verschieben des Ordners auch dessen Inhalt verschoben wird. Die Syntax stimmt nicht in allen Bereichen überein. Schauen Sie in die man-Seiten um weitere Informationen zu erhalten.


" rm " wird verwendet, um Dateien zu löschen.

Dateien, die durch " rm " gelöscht wurden, werden nicht in den Papierkorb verschoben, sondern sind dauerhaft gelöscht.
Verwenden Sie diesen Befehl mit äußerster Vorsicht! Stellen Sie vor dem Drücken der Eingabetaste immer sicher, dass Sie auch nur das löschen was Sie möchten. Das Löschen essenzieller Dateien kann zu schwerwiegenden Systemfehlern führen!

  1. " rm Datei " - Löscht die angegeben Datei.
  2. " rm -r Ordner " - Löscht den angebenen Ordner.
  3. " rm -rf Ordner " - Entfernt den angegebenen Ordner, ohne Nachfrage, vom System. Dieser Befehl kann Ihre Konfiguration durcheinander bringen, wenn Sie diesen nicht sachgemäß verwenden.

    !
    Sie erhalten keine Bestätigungsnachricht, wenn Sie diesen Befehl verwenden. Auch dann nicht, wenn Sie kritische Dateien oder Ordner löschen.
    Wenn Sie diesen Befehl nutzen müssen, um Dateien oder Verzeichnisse zu löschen, haben Sie entweder etwas bei der Eingabe des rm-Befehls falsch gemacht oder es liegen grundlegende Probleme im System vor.
    Dieser Befehl sollte nur als letzter Ausweg dienen und wird nicht von uns empfohlen.


" nano " wird verwendet, um einen kommandozeilenbasierten Text Editor zu öffnen.

!
Wenn eine Datei im Besitz von root ist, kann ein normaler Benutzer diese nicht bearbeiten. " nano " öffnet die Datei im read-only-Modus. Um Änderungen zu speichern, muss die Datei zusätzlich mit dem Befehl " sudo " geöffnet werden.
  1. " nano " - Wird zum Bearbeiten von Dateien verwendet. Es kann nützlich sein, nutzt jedoch nur Nur-Text-Dateien, MS Word Dokumente werden nicht ordnungsgemäß geöffnet.
  2. " nano newfile.whatever " - Erstellt eine neue Datei mit dem angegebenen Namen und öffnet diese zur Bearbeitung.
  3. " nano existing_file " - Öffnet die angegebene Datei zum Bearbeiten, sofern diese vorhanden ist.
  4. Im " nano "-Editor:
    1. Speichern Sie die Datei durch Drücken der Tastenkombination <STRG> + <O> und ändern Sie entweder den Namen oder drücken Sie die Eingabetaste, um diesen Namen zu behalten. Dadurch wird die Datei gespeichert.
    2. Beenden Sie " nano " indem Sie die Tastenkombination <STRG> + <X> drücken. Wenn Sie ungespeicherte Änderungen haben, dann werden Sie gefragt, ob Sie speichern möchten.


" mkdir " dient zum Erstellen von Verzeichnissen.

  1. " mkdir Ordnername " - Erstellt den Ordner mit dem angegebenen Namen.
  2. " mkdir -p /Pfad/zum/Ordner/Name " - Erstellt jeden Ordner, wenn noch nicht vorhanden.
    Beispiel: Das Verzeichnis " /home/user " ist vorhanden. Sie geben " /home/user/1stfolder/2ndfolder " ein. Es werden die beiden Verzeichnisse "1stfolder" und "2ndfolder" erstellt.


" ps " wird verwendet, um Prozesse aufzulisten.

  1. " ps aux " - Listet alle System-Prozesse im Detail auf. Dies beinhaltet Benutzer, Prozess-ID (PID) und Name des Prozesses.
    Mit diesem Befehl können Sie sich ein Prozessliste anzeigen lassen und bei Bedarf unnötige oder angehaltenen Prozesse terminieren.


" kill / killall / xkill " wird verwendet, um Prozesse zu terminieren.

  1. " kill PID " - PID ist die Prozess-ID des störenden Prozesses. Sie sollten die PID über den Befehl " ps aux " auslesen. Wenn sich der Prozess nicht terminieren lässt, können Sie mit " kill -9 PID " das Beenden erzwingen.

    !
    Seien Sie vorsichtig mit diesem Befehl, da er den Prozess unsauber beendet, was zum Absturz des Systems führen kann.
  2. " killall Programm " - " killall " terminiert alle Instanzen den benannten Programms.
    Beispiel: Es gibt zum Beispiel 3 Firefox Internet Browser Instanzen. " killall Firefox " terminiert alle Firefox Sitzungen.

    Mit " kill " würde nur die eine, per PID angegebene, Firefox Instanz beendet werden.
  3. " xkill " ist eine GUI-basierte Weise Prozesse zu beenden. Geben Sie im Terminal " xkill " ein und ein Kreuz-Symbol wird angezeigt, zusammen mit folgendem Hinweis:

    Select the window whose client you wish to kill with button 1....

    Klicken Sie nun das entsprechende Fenster an, welches geschlossen werden soll.


" Pipes " werden die meist genutzten Methoden in Ubuntu Linux sein. Sie leiten die Ausgabe von einem Programm in ein anderes um.

  1. "Pipes" sind durch den senkrechten Strich (" | ") gekennzeichnet.
  2. In Windows ist diese Taste eher selten genutzt, Sie finden das Symbol auf der Taste für < und >.
  3. "Pipes" werden zum Verbinden von verschiedenen Kommandos verwendet. Die Ausgabe eines Befehls wird durch die "Pipe" in einem anderen Befehl als Eingabe genutzt.
  4. Informieren Sie sich online über die Funktionen und Verwendungen von "Pipes"


" > " und " >> " - Weiterleitungen werden verwendet, um eine Ausgabe in eine Datei zu senden und nicht in das Terminal.

  1. " > " wird verwendet, um vorhandenen Dateien zu überschreiben. Dabei wird der Inhalt der bestehenden Datei mit der aktuellen Ausgabe ersetzt.
  2. " >> " wird verwendet, um Informationen in einer vorhandenen Dateien anzuhängen. Diese Funktion ist besonders nützlich beim Erstellen von Logs.

    Beispiel: " ps aux > Prozesse.log " - sendet das Ergebnis von " ps aux " in die Datei "Prozesse.log" um. So können Sie die Ausgabe in einem Text-Editor zur Anzeige oder Bearbeitung öffnen. Ist die Datei bereits vorhanden, wird der Inhalt durch die neuen Einträge überschrieben.


" tee " wird verwendet, um eine Ausgabe sowohl in eine Datei als auch an das Terminal zu senden.

  1. " tee " dient, in Verbindung mit einem " | ", dazu die Befehlsausgabe aufzunehmen und an eine andere Stelle zu übermitteln. Diese Ausgabe und das was auf dem Bildschirm passiert, wird in einer externen Datei gespeichert.

    Beispiel: dmesg | tee boot.txt führt den Befehl " dmesg " aus, welcher die Boot-Informationen anzeigt. Durch die "Pipe" (" | ") wird das Ergebnis von " dmesg " auf " tee " geleitet, welches dann die Ausgabe sowohl an das Terminal sendet als auch in der Datei "boot.txt" speichert.


" File Execution " markiert Dateien als ausführbar, wenn diese vom Terminal aus gestartet werden sollen.

  1. Wenn Sie eine Datei im aktuellen Verzeichnis ausführen möchten, nachdem sie als ausführbar gekennzeichnet wurde, dann wird der " ./ " Operator diese mit normalen Benutzerrechten ausführen. Es sind keine root-Rechte erforderlich.
    " ./ " bedeutet wörtlich übersetzt "im aktuellen Verzeichnis". Es funktioniert also nicht mit Dateien außerhalb des aktuellen Verzeichnis.
  2. Falls Sie eine Datei ausführen müssen, die nicht im aktuellen Verzeichnis liegt, müssen Sie den vollständigen Pfad zum Programm angeben.
    Beispiel: Wenn es sich um eine python Programm handelt, geben Sie " python /Pfad/zu/Datei " ein. Haben Sie eine Shell Datei, nutzen Sie " sh /Pfad/zu/Datei ".
    Es gibt natürlich auch andere Programme, aber diese sind die am weitesten verbreiteten.
  3. Wenn Sie eine Datei mit Root-Rechten ausführen müssen, weil Sie die Meldung "Operation not permitted?" angezeigt bekommen, müssen Sie dem Befehl das Präfix " sudo " voranstellen (siehe Beispiel oben).
    Beispiel: " sudo python /Pfad/zu/Datei " führt das Script mit root-Rechten aus.
  4. Wenn Sie ein GUI-Programm über das Terminal aufrufen möchten, geben Sie einfach den Namen des Programms direkt ein (case-sensitive - Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden!). Dies wird dazu führen, dass das aktuelle Terminal nicht mehr verwendet werden kann. Das Schließen des Terminals, während das Programm geöffnet ist, wird auch das Programm beenden.
  5. Wenn Sie ein GUI-Programm mit Root-Rechten aus dem Terminal starten möchten, verwenden Sie das Präfix " gksudo " oder " gksu " und nicht " sudo ".
    GUI-Anwendungen unter Verwendung des " sudo "-Befehls zu starten ist eine schlechte Gewohnheit und sollte vermieden werden.
  6. Verwenden Sie nicht " sudo ", nur weil beim Öffnen die Meldung "Operation not permitted" angezeigt wird.
    Beachten Sie, dass Sie das System zerstören können, wenn Sie Befehle mit root-Rechten im falschen Verzeichnis ausführen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Dateien von vertrauenswürdigen Quellen stammen.

5. Nützliche Regeln - Das sollten Sie sich merken.

Sie wissen nicht, in welchem Verzeichnis Sie sich befinden?
Geben Sie " pwd " ein und das aktuelle Verzeichnis wird ausgegeben.

Sie möchten den aktuellen Speicherplatz berechnen?
Geben Sie " df -h " ein, dies gibt Ihnen eine kurze Übersicht.

Sie möchten die Größe einer Datei oder eines Ordners berechnen?
Geben Sie " du -cksh target_name " ein, dies gibt Ihnen die Größe der benannten Datei an. Zur Berechnung der Größe des aktuellen Ordners geben Sie " du -cksh " ein.

Eine Datei ausführbar markieren?
chmod +x filename wird dies erledigen.

Sie müssen ein Iso mounten?
Linux hat diese Funktion bereits eingebaut. Erstellen Sie einfach irgendwo ein Verzeichnis, geben Sie " /home/user/isomount " ein und zusätzlich den Befehl " mount -o loop /Pfad/zum/isofile.iso /home/user/isomount " und die Inhalte werden in diesem Ordner geladen.

Sie möchten eine Anwendung ausführen, die Sie bereits ausgeführt hatten, jedoch von dieser den Namen nicht mehr wissen?
Geben Sie " history " in das Terminal ein und es wird die Befehls-Geschichte angezeigt. Sie möchten den Verlauf löschen? " history -c " wird die Informationen löschen.



Disclaimer:
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