Microsoft hat nach längerer Pause seinen Remote Desktop Connection Manager auf die Version 2.7 aktualisiert. Die Aufgabe des kostenlosen Tools besteht darin, RDP-Verbindungen unter einer Oberfläche zu organisieren. Dies kommt vor allem Administratoren entgegen, die eine Vielzahl von .rdp-Dateien für den Zugriff auf verschiedene Systeme anlegen. Die wichtigste Neuerung besteht in der Unterstützung für VMs unter Hyper-V, auf die man nun nach dem Muster von VMConnect zugreifen kann.

Speichert man die Konfiguration einer RDP-Verbindung im normalen Client, dann legt dieser eine Datei mit der Endung .rdp an. Sie enthält unter anderem Einstellungen für die Anmeldung des Benutzers, den Zugriff auf lokale Peripherie oder die Bildschirmauflösung (siehe dazu RDP-Client konfigurieren: Anzeige, USB, Audio, Laufwerke). Der Remote Desktop Connection Manager (RDCMan) dient nicht einfach als GUI für solche .rdp-Dateien, vielmehr ersetzt er diese, indem er die Einstellungen in einer eigenen Konfigurationsdatei hinterlegt. Der Vorteil dabei ist, dass Verbindungen in Gruppen zusammengefasst werden und sie dort die Konfiguration des Containers erben. Legt man also eine neue Verbindung in einer Gruppe an, dann muss man sie nicht von Grund auf neu konfigurieren, sondern sie erhält die dort definierten Eigenschaften. Bei Bedarf besteht jedoch die Möglichkeit, einzelne Einstellungen zu überschreiben.

Bis dato war der RDCMan nicht in der Lage, sich mit der Konsole einer VM zu verbinden, so wie dies VMConnect innerhalb des Hyper-V Managers tut. Bei einer solchen Konstellation baut der Benutzer keine Session mit dem Gastbetriebssystem auf, dieses muss nicht einmal für den Zugriff via Remotedesktop konfiguriert sein oder es kann sich etwa um ein OS ohne RDP-Unterstützung handeln. Die Verbindung läuft nämlich in diesem Fall direkt über den Host. RDCMan 2.7 schließt nun diese Lücke, wenn man ihm neben dem Namen des Hyper-V-Servers noch die ID der VM mitteilt.

Neu ist zudem die Möglichkeit, Verbindungen nicht nur in statischen Gruppen zu versammeln, sondern sie auch automatisch in so genannte Smart Groups aufzunehmen. Deren Inhalt wird dynamisch auf Basis von Vergleichsausdrücken generiert, in der Regel handelt es sich dabei um Suchbegriffe für den Namen oder die Beschreibung des Servers.

Überfällig war nach der längeren Update-Pause auch die Unterstützung für Windows 8.x und Server 2012 (R2). Sie äußert sich auch in einigen so genannten Remote Actions, die eine Ausführung von OS-spezifischen Aktionen über eine RDP-Verbindung erlauben. Dazu gehören das Öffnen von Charms oder der Eigenschaften von Store Apps (App Commands) sowie das Umschalten zwischen Apps über die entsprechende Desktop-Leiste.

RDCMan 2.7 kann kostenlos von Microsofts Website heruntergeladen werden. Eine ausführliche Besprechung des Tools findet sich auf WindowsPro.