Bei virtuellen Servern unter Hyper-V kamen bis Windows Server 2008 R2 sogenannte VHD Dateien (virtuelle Festplatten) zum Einsatz.

Dabei gab es verschiedene Typen von VHD-Dateien:

  • Fixed Disk hat, wie der Name schon sagt, eine Feste Größe und belegt auch nach dem Anlegen die volle Größe auf der Festplatte.
  • Die Dynamic Disk wächst dynamisch mit und ist damit auch langsamer, u.a. durch die Fragmentierung welche durch das dynamische Wachstum passiert.
  • Eine Differncing Disk basiert auf einer weiteren VHD, speichert nur die Unterschiede und ist dadurch natürlich auch langsamer.
  • eine Pass Through Disk basiert auf einer "echten" Festplatte.

Die ersten drei VHD-Typen haben eine maximale Größe von 2040 GB. Einzig die Pass Through Disk bietet hier mehr.

 

Die unter Hyper-V 3 bzw. Windows Server 2012 und Windows 8 verfügbaren VHDX Dateien heben viele dieser Einschränkungen ab. Die VHDX-Dateien können jetzt 16 TB groß sein.

Die VHDX Dateien arbeiten jetzt mit einer internen Sektorengröße von 4KByte und orientieren sich dabei an den nativen 4KByte welche viele (vor allem aktuelle) Festplatten bereits verwenden. Dadurch ist keine Umrechnung mehr notwendig und die VHDX Datei natürlich schneller.

Zusätzlich kann die Blockgröße auf der Disk jetzt konfiguriert werden (Standard ist 32MB)

 

Eine Konvertierung von VHD in VHDX-Dateien kann mit dem Powershell CMDLet convert-vhd erfolgen welches unter Windows Server 2012 und Windows 8 zur Verfügung steht.

Dabei kann bei der Konvertierung sogar der Festplattentyp geändert werden:

Convert-VHD -Path <VHD-Datei> -DestinationPath <VHDX-Datei> -VHDType Differencing -ParentPath <Übergeordnete VHDX-Datei>

 

Für Freunde der GUI kann die Konvertierung natürlich auch über den Hyper-V-Manager passieren: Aktion/Datenträger bearbeiten...