Kompatibilität Adaptec RAID 6805 in Dell PowerEdge R520

PowerEdge Server - Allgemeine Hardware

PowerEdge Server - Allgemeine Hardware
Diskutieren Sie mit uns über PowerEdge Server und System Management Praktiken

Kompatibilität Adaptec RAID 6805 in Dell PowerEdge R520

This question has been answered by Flo Klaffenbach

Hallo!

Wir würden uns zeitnah gerne einen neuen Server anschaffen und ich dachte dabei an einen R520.

Da ich unabhängig von der Hardware sein will möchte ich ein Software RAID10 einrichten und benötige dafür einen JBOD fähigen RAID-Controller. Aus diesem Grund würde ich den R520 mit dem kleinsten OnBoard Controller kaufen und dann zusätzlich einen Adaptec 6805 einbauen. An diesen will ich dann die Laufwerke anschließen.

Jetzt meine Fragen hierzu:

- Ist der Adaptec 6805 kompatibel mit dem R520? Also kann ich ein Ubuntu 12.04 installieren und vom Adaptec booten? Adaptec hat mir hierzu nur sagen können, dass der 6805 noch nie mit dem R520 getestet wurde. :(

- Sind die SAS-Kabel lang genug um bis zur Adaptec-Karte zu gelangen?

Dann noch eine allgemeine Frage:

- Nehme ich SATA- oder SAS-Festplatten? Ich schwanke nämlich noch zwischen den verdammt teuren 2TB SATA-Laufwerken bei DELL und den halb so teuren Seagte Enterprise Value (ST2000NC001) Festplatten. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand meine Fragen beantworten könnte.

Vielen Dank!

Gruß

  Thorsten Reichelt

Verified Answer
  • Guten Morgen!

    Aber wenn ich das richtig verstanden habe funktioniert der H710 einwandfrei mit Ubuntu 12.04. Er ist (im R520) auf der Ubuntu-Webseite als zertifizierte Hardware aufgelistet. Denn dann vergesse ich erst einmal das Software RAID und hänge an den H710 4 Platten im RAID10 Verbund dran.

    Dies scheint mir dann momentan die einfachste Lösung zu sein. 

  • Ja das haben Sie richtig verstanden und bezüglich der Lösungbin ich ebenfalls Ihrer Meinung. 

All Replies
  • Hallo Herr Reichelt, 

    der Adaptec Controller ist leider nicht Supported im R520 und wird meines erachtens auch nicht funktionieren. 

    Genauso ist es mit dem Onboard RAID Controller. Dieser ist nicht mit Linux supported, sondern nur Windows (vor Windows Server 2008 / R2). Hier würde ich dann lieber einen H310 empfehlen. 

    Was die Anbindung der JBODs angeht, können Sie von Dell den SAS 6GB HBA verwenden und z.B. eine MD12x0 anschließen. Das ist zwar Seitens Dell auch nicht unterstützt, sollte aber funktionieren. http://www.dell.com/learn/us/en/04/campaigns/dell-raid-controllers

    Die Kabel kann man in verschiedenen längen entsprechend des Abstands bestellen (1m - 3m ist kein Problem).

    Was die Platten angeht. Seitens Dell ist eine angepasste Firmware auf den Platten, die weitere Steuerungs- und Fehleranalyse Protokolle enthält. Daher der Preisunterschied zur "Wald & Wiesen" Festplatte. Best Practice ist natürlich die Dell HDs zu verwenden, da man dadurch entsprechend auf Funktion und einen gewissen Performancelevel pochen kann. Wenn du andere HDs verwendest, kann es eventuell zu Kompatibilitätsproblemen und Performance einbußen kommen.

    Also kurz gesagt wenn Sie den SAS 6HBD und eventuell einen H310 verwenden, können Sie sowohl Ihr OS installieren als auch ein JBOD anschließen. Seitens Dell können Sie die HDs verwenden aber es kann zu Problem mit den HDs kommen. 

    Persönlich denke ich sollte es funktionieren aber wurde in dieser Konstellation eben nicht von Dell getestet. 

    Darf ich fragen warum Sie unabhängig von der Hardware sein wollen? Ich frage nur, weil Sie entsprechend auch sehr viel Performance verschenken und eventuell auch zusätzliche Ausfallzeiten haben. Dürfte ich Ihnen eventuell einen Gegenvorschlag unterbreiten?

    Mit freundlichen Grüßen

    Florian Klaffenbach  

  • Bezüglich der Frage zu SAS, SATA oder NLSAS. 

    Es kommt darauf an was man benötigt. SAS ist von der Kapazität im vergleich zu SATA und NLSAS sehr gering aber dafür sehr schnell. 

    SATA ist recht langsam aber hat das beste Kapazität/Preis Verhältnis. NLSAS ist eine Kombination beider Welten, der Hardwareunterbau beruht auf SATA die Steuerung und der Befehlssatz auf SAS. Dadurch hat die HD eine hohe Kapazität und ist etwas schneller als eine Standard SATA HD. 

  • Hallo!

    Die Idee mit der Unabhängigkeit von der Hardware basiert auf Empfehlungen bzw. schlechten Erfahrungen anderer Administratoren. Ein Linux SoftwareRAID kann ich problemlos von einem Controller bzw. Server zum anderen (wenn die Architektur weitgehend identisch ist) mitnehmen. Wenn ich das RAID vom H310 Controller erstellen lasse funktioniert der Raidverbund dann nicht unbedingt an einem anderen Controller (z.B. von HP). Sollte der Controller bzw. der Server eventuell einmal ausfallen kann ich nicht schnell auf ein anderes System umziehen. Soweit meine Kenntnis.

    Daher auch der Wunsch nach dem Adapatec Controller. Dieser kann die angeschlossenen Festplatten halt als JBOD ansprechen und man muss nicht 5x ein RAID0 mit nur einer Platte erstellen, wenn man daraus dann ein SoftwareRAID machen möchte. Der H310 kann das ja nicht soviel ich weiß.

    Ihr Argument mit den Festplatten macht Sinn. Dann bleiben wir da bei der DELL-Version.

    Also grob geplant ist:

    - PowerEdge R520 mit 2 Prozessoren, 16GB RAM und redundantem Netzteil

    - 4x 2TB Festplatten (3,5") mit RAID10 (für System und Daten) + 1-2x 2TB als Reserve im Fehlerfall

    - Volle Kompatibilität mit Ubuntu 12.04 (ohne extra Treiber installieren zu müssen)

    Was wäre denn Ihr Gegenvorschlag?

    Gruß

      Thorsten Reichelt

  • Ok, das Argument verstehe ich. Damit fällt auch mein eigentlicher Gegenvorschlag eigentlich flach. Wie wäre aber eine Variante den Server Diskless zu machen und einen SAS 6GB HBA einzubauen und z.B. diesen statt des Adaptec zu verwenden, um dort das JBOD anzuschließen? 

    Dann könnte man entsprechend davon booten und einen schmaleren Server verwenden, z.B. einen R420. 

  • Guten Morgen!

    Sie meinen, die Platten dann in einem MD3200 auszulagern? Dies würde leider den Kostenrahmen mehrfach sprengen :(

    Gibt es denn keine Liste mit RAID-Controllern, die erfolgreich im R520 unter Linux getestet wurden?

    Wenn man eventuell auf das Software-RAID verzichten würde und auf einen PERC-H700/H710 Controller setzt ist dieser doch im Fehlerfall einfach zu tauschen, oder? Eventuell ist dies dann doch eine brauchbare Lösung.

  • Hallo, 

    den RAIDController tauschen ist recht unproblematisch. Karte raus, neue Karte rein, danach ins BIOS des RAIDcontrollers. Dort erkennt der neue Controller, dann die alte Konfiguration der Festplatten (Foreign Configuration) und diese kann man dann laden. 

  • Der einzige Controller mit Ubuntu Support wäre derzeit der C600 von Intel. Dieser ist aber nur in der PowerEdge-C Serie verbaut. 

  • Guten Morgen!

    Aber wenn ich das richtig verstanden habe funktioniert der H710 einwandfrei mit Ubuntu 12.04. Er ist (im R520) auf der Ubuntu-Webseite als zertifizierte Hardware aufgelistet. Denn dann vergesse ich erst einmal das Software RAID und hänge an den H710 4 Platten im RAID10 Verbund dran.

    Dies scheint mir dann momentan die einfachste Lösung zu sein. 

  • Ja das haben Sie richtig verstanden und bezüglich der Lösungbin ich ebenfalls Ihrer Meinung.