Dell R420 mit Perc H710P - Raid-Konfigurationen bei Desaster-Recovery-Test-Szenarien

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Dell R420 mit Perc H710P - Raid-Konfigurationen bei Desaster-Recovery-Test-Szenarien

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Hallo Forum, ich habe da eine Installation geerbt…

 

Dell R420 mit Perc H710P, 4 x 300 GB SAS als RAID 5, logisches Volume in Partitionen C: und D: partitioniert; konfiguriert als physische Installation mit Windows Server 2012 (Vers. 6.2 Build 9200), dazu u.a. Exchange 2013 CU9, gesamte Belegung ca 200 GB.

 

Als Backup-Programm wird die Windows-Serversicherung mit Bare-Metal-Option, System-State etc und beiden Partitionen C: und D: genutzt; Backup-Ziel ist eine TeraStation, LAN-Verbindung, via iSCSI, allerdings ist diese auch als LW im Explorer eingebunden (Ich kann WindowsImage-Verzeichnis vom Server aus sehen).

 

--> Idee: Ich habe vor, ein Desaster Recovery nun vorab zu testen, WindowsServerDVD ist vorhanden. Da ich nicht auf die 4 funktionalen Platten restoren will, habe ich 2 x 300GB baugleiche, fabrikneue HDDs da, die ich als RAID-1 einbinden möchte, das ergibt 300GB, der Platz reicht für die belegten 200GB.

 

Vorab checke ich natürlich den angezeigten Zustand der letzten WinServerSicherung, zudem ziehe ich noch ein Image. Dann will ich den Server herunterfahren, die 4 Platten beschriften (Steckplatz) und herausnehmen, die beiden neuen in andere Steckplatze stecken, und den Server soweit installieren (mittels LLC, ODER  der System Build und Update Utility DVD (SBUU) 2.4), daß ich

 

a) die beiden neuen HDDs zum RAID-1 machen und partitionieren kann, die Windows-Installation den Controller etc. erkennt

    und

b) die WindowsServerSicherung zum Restore verwenden kann,

    und

c) die TeraStation (auf der die Backups liegen) eingebunden kriege (iSCSI)

    und

d) die Windows-Sicherung diese neuen Partitionen (die sind kleiner als vorher) auch als Ziel des Restore akzeptiert.

 

Im günstigen Fall läuft ein Restore fehlerfrei ab, ich trenne die Internetverbindung (keine Mails zwischenzeitlich), starte den restaurierten Server, teste von einem weniger wichtigen Client aus, alles klappt, ich notieren alle nötigen Schritte (zur Doku für echtes Desaster), fahren den Server wieder herunter, ziehe die beiden Restore-HDDs heraus, setze die 4 bisherigen HDDs wieder an ihre alten Plätze, starte den Server… und alles läuft wieder hoch wie zuvor (…man darf ja mal träumen).

 

Allerdings habe ich mit den RAID-Controllern von DELL keine Erfahrung, und es steht auch kein Testsystem zum Ausprobieren zur Verfügung, daher…

 

Meine Fragen:

 

1. Ist das überhaupt ein gangbarer, evtl. empfohlener Weg, oder lauern da noch Fallen?

 

2. Kann ich mit WinServersicherung auf kleinere als ursprüngliche Partitionen restaurieren?

 

3. Wer merkt sich, welche RAID-Konfig vorher bestand? Offenbar (auch) die Platten selbst – aber behält sich auch der Controller die "letzte Konfig"? Muß ich zum Wiederherstellen des alten Zustandes da ins Perc-Bios und wieder ein Raid-5 von Hand definieren und Platten zuordnen - oder kann man die Raid-Plattenkonfiguration der 4 bisherigen HDDs übernehmen?


Besten Dank für lesen und evtl. Hinweise!

All Replies
  • Hi,

    bitte entschuldige die späte Rückmeldung. Irgendwie ist die Anfrage untergegangen. 
    Zum Glück gibt es ja den Facebook Messenger ;)

    Direkt ein paar Info zu diesem Vorgehen.

    Der PERC speichert die RAID Informationen auf der Festplatte, wird also dieses Konstrukt an Platten später wieder eingesetzt, meldet der Controller eine "foreign config" diese muss dann geladen werden, um das RAID, so wie es auf den Platten gespeichert ist, wiederherzustellen.

    Grundsätzlich klingt das Vorgehen gut.

    Windows Server-Sicherung kann nicht auf kleinere Platten restoren. Die Ziel Platte muss mindestens gleich groß oder eben größer sein.

    VG
    Stefan

  • Hallo Stefan, Vielen Dank für Infos.

    "Windows Server-Sicherung kann nicht auf kleinere Platten restoren. Die Ziel Platte muss mindestens gleich groß oder eben größer sein" - DAS ist allerdings bitter (kennen die ihr eigenes NTFS nicht gut genug?) Habe die Info nachvollzogen, steht so bei 2008er SRV, gilt aber wohl auch für 2012 SRV, richtig (A) ?

    TechNet: "Wenn Sie auf einer neuen Festplatte wiederherstellen möchten, stellen Sie sicher, dass der Datenträger mindestens so groß ist wie der Datenträger, auf dem sich die gesicherten Volumes befanden. Die Größe dieser Volumes spielt dabei keine Rolle. Wenn beispielsweise während der Sicherung nur ein Volume von 100 GB auf einem 1-TB-Datenträger vorhanden war, sollten Sie beim Wiederherstellen einen Datenträger verwenden, der mindestens 1 TB groß ist."

    Frage: "Platte"/"Datenträger" - gemeint ist vermutlich die logische Volume-Größe nachdem ein RAID eingerichtet ist, aber bevor Windows das (z.B. NTFS-) partitioniert, richtig (B) ?


    C: Habe ich noch Optionen im gegebenen Szenario?

    - Nicht: AcronisTrueImageRescueMedium 2016er Version -  kann zwar vhd - aber nicht 2012er vhdx einlesen (könnte wohl beim Restore verkleinern).

    - Nicht: 2 Weitere SAS-Dell-HDDs kaufen ... ist zu teuer nur fürs Testen.

    - Kann Perc 710 eine einzelne SATA-HDD? Eine einzelne SAS hatte er abgelehnt (1 Platte gibt kein RAID, das war ihm zu "popelig")

    - Andere Restore-Lösung bekannt, die diese 2012er .vhdx einlesen und beim Restore die Partitionen verkleinern kann?

    Vielen Dank, Friedel

  • Hi Friedel,

    also wenn nur eine Platte an das OS durchgereicht werden soll, dann musst du im Controller ein RAID0 auf dieser einzelenen Platte erstellen. Dies akzeptiert er und stellt die Platte zur Verfügung.

    Ich verstehe den Text vom TechNet so: Unabhängig ob eine VD (Virtual Disk) oder eine PD (Physical Disk) genutzt wird, muss das Ziel mindestens gleich groß sein. Also vorher eine 500GB VD dann auch mindestens eine 500GB Festplatte auf die gesichert wird. 

    Andere Wege sind mir nicht bekannt.

    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stephan, danke für Antwort,

    Frage zum Controller Perc H710P: Kann der aus 3 (drei) SAS-HDDs á 300GB ein RAID0 machen? Ergäbe dann 900 GB (ohne Redundanz, ein Stripeset); im Handbuch (des Vorgängers) steht "1 or more".

    Das entspräche der bisherigen Netto Kapazität (4x300er HDDs als RAID5 ohne Hotspare).

    Ausfallrisiko ist hier egal - ich will nur testen, ob/wie das Restore abläuft und WinServer dann sauber hochfährt. Hintergrund: Ich habe noch eine baugleiche gebrauchte Dell 300er SAS (hatte ich als erstes gekauft, als ich noch dachte, der PERC könne JBOD und WinServerSich könne verkleinern beim Restore oder was Anderes könne mit den WinServerSichBackups was anfangen und verkleinern beim Restore).


    DANN müßte die ärgerliche Win ServerSicherungs-Vorbedingung für´s Restore doch erfüllt sein, oder?

    Danke, Friedel