Am 20. April 2015 gab der PCoIP-Hersteller Teradici bekannt, dass die Entwicklung neuer Funktionen für Tera1 im April 2016 eingestellt wird. Ab dann werden für die Geräte keine Firmware-Updates mehr zur Verfügung stehen. Die Technische Unterstützung für die Tera1-Firmware endet am 30. April 2016.

Über PCoIP und Tera1

Die Plattform wurde 2007 vom Startup Teradici das erste Mal vorgestellt. Das PCoIP-Protokol war ein Durchbruch im dem Bereich der Virtualisierung von Arbeitsplätzen. Zum Launch der Produktlinie gab es die erste Generation des „Teradici Tera1“-Prozessors und einen Rechner als Remote Workstation.

Beim PCoIP-Protokol befindet sich die Software als Image auf einem zentralen Server und verteilt diese an PCoIP-fähige Arbeitsplatzrechner. Das bündelt die IT-Resourcen und macht lokale spezielle Prozessoren überflüssig. Das PCoIP-Protokoll komprimiert und verschlüsselt die Software als Image und liefert es an die Workstations aus. Der Rechner für den Nutzer entschlüsselt das Paket und dekomprimiert es. Anschließen wird die Installation aus dem Image auf dem Remote Client dargestellt.


Risikofreier Datentransfer

Durch die Verschlüsselung der Images wird die Datensicherheit beim Datentransfer durch das Netzwerk gewährt. Aus der Sicht des Anwenders gibt es dabei keinen Unterschied zu lokal installierter Software. Das leistungsstarke Protokoll von Teradici wurde schnell von vielen Herstellern bemerkt und positiv von der Industrie aufgenommen. PCoIP von Teradici wurde von VMware übernommen und in deren Produkte integriert. 2009 veröffentlichte die Firma „VMware View 4.0“ mit PCoIP-Funktion.

Die Vorstellung von Tera2

Nach erfolgreichem Einsatz von Tera1 in den folgenden Jahren, kündigte Teradici 2012 das Unternehmen den Tera2-Prozessor als Nachfolger an. Dieser war fünf Mal so schnell wie die Vorgängerversion. Außerdem wurde der Energieverbrauch um 6 Watt vermindert und der Einsatz von bis zu vier Bildschirmen ermöglicht.

Trotz der Vorstellung der zweiten Prozessor-Generation führte VMware die Unterstützung von Tera1 in der neuen Version von „Horizon View“ weiter. Teradici kündigte an, dass es für „Tera1 Zero“-Clients keinen Support für “Horizon View” nach der Veröffentlichung von Version 6.0.1 gibt.

Auslaufen des Supports für Tera1-Firmware

Produkte der Tera1-Serie für Remote Workstations und VMware Horizon mit View-Installationen waren acht Jahre erfolgreich auf dem Markt. Nach diesem Zeitraum ist der Produktzyklus für Tera1-Prozessoren und die dazu gehörige Firmware abgelaufen. Grund dafür vor allem: Die fehlenden Speichermöglichkeiten zur Implementierung neuer Features. Außerdem werden “Tera1 Zero”-Clients nicht mehr in der Lage sein die “VMware Ready“-Zertifikation für „VMware Horizon 6“ oder höher zu gewährleisten.

Kritische Updates für Tera1-Produkte

Vor diesem Hintergrund werden neue Firmware-Releases für Tera1 keinen Plattform-Support beinhalten und keine neuen Funktionen für die Tera1-Produkte entwickelt. Lösungen für kritische Probleme werden durch Teradici für unterstützte Plattformen angeboten.

Nachfolgend gibt es einen Überblick über wichtige Daten betreffend der Unterstützung für die Tera1-Plattform:

  • 21. April 2015: Firmware-Updates werden lediglich für Fälle bereitgestellt, die von Teradici als kritisch erachtet werden.
  • 30. April 2016: Nach diesem Tag werden keinerlei zusätzliche Firmware-Updates für Tera1-Produkte bereitgestellt.
  • 31. Dezember 2016: Letzter Tag für technischen Support für Tera1-Produkte.

VMware empfiehlt Upgrades nach “Horizon View V.5.3” nicht einzuspielen, um eine optimale Kompatibilität und ausreichenden Support zu sichern. Die Tera2-basierenden Clients erhalten die “VMware Ready”-Zertifizierung für “VMware Horizon”. Das gilt nur für die aktuellen Versionen und zukünftige Produkt-Releases. Teradici wird “Tera1 Zero”-Clients mit “VMware Horizon” bis zu vorher erwähnten Version 6.0.1 unterstützen.

Warum ein Upgrade ausführen?

Zusätzlich zu den Verbesserungen in “VMware Horizon” und dem auslaufenden Support für Tera1, sprechen die Verbesserungen in den “Tera2 Zero“-Clients für eine Upgrade zur neuen Produktversion. Außerdem bieten die Spezifikationen und Features dem Anwender eine bessere Funktionalität beim Einsatz zukünftiger “VMware Horizon“-Installationen. VMWare verspricht dazu die Weiterentwicklung für verfügbare Versionen.

Der bedeutendste Unterschied zwischen Clients von Tera1 und Tera2 ist die Anzahl der bearbeiteten Bildpunkte (Pixel) durch die Software. Der Endanwender hat eine bessere Nutzererfahrung durch die veränderte Verarbeitung der IPoPC-Pakete und merkt das bei der Darstellung auf dem Bildschirm. Zum Vergleich in Megapixel pro Sekunde (Mpps):

  • “Tera1 zero”-Client bearbeitet 10 bis 100Mpps
  • “Tera2 zero”-Client bearbeitet 50 bis 300Mpps
  • Herkömmlicher Thin-Client – bearbeitet ungefähr 5Mpps

Arbeitet ein typischer Anwender mit zwei Bildschirmen und Full-HD-Auflösung mit der Tera2-Umgebung, werden die Möglichkeiten des “Tera2 Zero“-Clients in Kombination mit „VMware Horizon“ voll sichtbar. Das ist auf die verbesserte Mpps-Performance zurückzuführen.

Weitere Verbesserungen beim Wechsel von Tera1 zu Tera2:

  • Verbesserte USB-Performance
  • Cache-Mechanismus auf der Seite des Clients um Bandbreite zu sparen
  • Bessere Erfahrungen beim Einsatz im LAN und WAN beim Scrollen des Bildschirms (nur für „T2 zero Client“-Anwender verfügbar, wenn die RAM-Anforderungen auf der Client-Seite für das Image Caching ausreichen).

Teradici hat weitere verbesserte “VMware Horizon”-Funktionen in den Zero-Client mit Firmware Updates einfließen lassen. Die “Horizon (RDS) Published”-Applikationen in der Firmware v.4.8.0 sind auf den Einsatz der „Tera2 zero“-Clients in Kombination mit „VMware Horizon“ 6.0.1 oder höher angewiesen.

Auf Grund der Ankündigung sollten Anwender sich dazu entscheiden ein Upgrade durchzuführen, damit vorhandene Installationen auch weiterhin mit technischem Support erhalten. Die “Wyse 5000”- und “Wyse 7000 series P45”-Serie bieten eine exzellente Leistung und haben vollen Upgrade-Support. Für weitere Informationen und eine Beratung stehen unsere Experten zur Verfügung, um Ihre Anforderungen zu besprechen. Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.

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